35mm-Kinofilm

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35mm-Film mit Tonspuren

Das übliche Filmformat für Kinoprojektoren war 35mm-Film. 35mm-Film hat an beiden Seiten Perforationslöcher für den Filmtransport und je Bild werden vier Performationslöcher gezählt. Die Bilder werden durch den Bildstrich getrennt, an welchem ein Filmvorführer mit der Klebepresse schnitt, um z.B. zwei Filmakte mit einander zu verbinden. Auf dem 35mm-Film befanden sich auch die Tonspuren. Es gab Mehrkanalmagnetton, Lichtton, Dolby Digital, DTS und SDDS.

Der 35mm-Kinofilm läuft mit 24 Bildern pro Sekunde durch einen 35mm-Filmprojektor. Der Film wird mit den Bildern über Kopf und mit der Tonspur rechts von dem Projektor hinten in Richtung Bildwand aus gesehen eingelegt.

Bildformate

Normal 1:1,37

Breitwand 1:1,66

Breitwand 1:1,85

CinemaScope

Anmorphot verdoppelt Bildbreite

Um die Kosten von 70mm-Film und 70mm-Projektoren zu sparen, wurde Cinemascope entwickelt, welche den herkömmlichen 35mm-Film verwenden konnte, in dem die Aufnahmen im Format von 1:2,35 durch ein optisches System (Anamorphot) in seiner Breite halbiert wurde, wogegen die Höhe nicht geändert wurde. Dadurch entsteht ein horizontal zusammen gepresstes Bild, welches im Format 1:1,17 die gesamte zur Verfügung stehende Bildfläche auf einem 35mmm-Filmmaterial nutzt.

Am Filmprojektor muss dann dieses horizontal zusammen gepresste Bild durch einen Objektivvorsatz, dem sogenannten Anamorphoten, wieder entzerrt werden. Der Anamorphot verdoppelt die Breite des Bildes, wogegen die Höhe gleich bleibt.

Neben den Vorteilen hinsichtlich der geringeren Kosten für die Herstellung von CinemaScope-Filmen war, dass durch die große Bildfläche die Bildschärfe höher ist, als bei anderen Breitwandformaten mit 35mm-Film.