Kinokatzen

Lissy (†1990)

Lissy wurde Herrn Hans-Heinrich Müller von einem Mitarbeiter der Ufa-Theater AG überlassen. Sie starb leider an den Folgen einer Vergiftung, vermutlich als sie draußen im Freien Rattengift gefressen hatte.

Ein ehemaliger Theaterleiter des Universum Filmtheaters erzählte mir: "Das Foto der feuerleiterkletternden Lissy [...] da steckt auch eine tolle Geschichte dahinter: Katzen können naturgemäß bei Rundstahl-Leitern die Krallen nicht benutzen und müssen somit unten bleiben. Glaubte man bisher. Mit Krabben aus der Horten-Feinkostabteilung hat Herr Müller Lissy so lange gelockt, bis sie schließlich die Pfote bis zum ersten Gelenk umknickte und in die Leitersprossen einhängte und Sprosse um Sprosse nach oben gelangte. Dann gab es Krabben. Dafür hat Herr Müller in unendlicher Geduld über ein Jahr gebraucht: Allerfeinste und sehr liebevolle Dressur."[1]

Bei einem nächtlichen Einbruch im Universum Filmtheater Ende der 1970er Jahre wurde der Tresor auf geschweisst. Das muss wohl Lissy mitbekommen haben, da sie danach recht verstört wirkte.

Mimi (ab 1991)

Da Herr Müller sehr um Lissy trauerte, kümmerte er sich später regelmäßig um die Katze Mimi des damaligen Theaterleiters des Universum Filmtheaters, wenn dieser auf Reisen war. Später kam noch eine zweite Katze hinzu.[2] Und somit war das Universum wieder um Kinokatzen reicher.

Referenzen

  1. E-Mail vom 3.11.2020
  2. Ticket #0007543 mit Ticketnotiz ~0071161