Leinwand

Leinwände in Filmtheatern sind - wenn man sie sich von Nahem anschaut - perforiert, d.h. mit vielen kleinen Löchern versehen. Da sich i.d.R. hinter der Leinwand die Lautsprecher für den linken, mittleren und rechten Kanal befinden, würde eine nicht perforierte Leinwand Töne höherer Frequenzen zu sehr schlucken. Die tieferen Tonfrequenzen können ungehindert durch eine perforierte wie auch unperforierte Leinwand dringen.

Dann unterscheiden sich Kino-Leinwände in der Reflektionsfähigkeit. Standard-Leinwände reflektieren das Projektionslicht diffus, so dass das Bild der Leinwand gleichmäßig ausgeleuchtet wirkt und die Zuschauer an den äußeren Enden der Sitzreihen auch ein gut ausgeleuchtetes Bild sehen können.

Für die 3D-Projektion wurden silberbeschichtete Leinwände verwendet, die das auftreffende Projektionslicht stärker reflektieren. Die 3D-Filter an den Projektoren und die 3D-Brillen der Zuschauer verursachen einen Lichtverlust, so dass die Silberleinwände bei 3D-Projektionen diesen Lichtverlust ausgleichen sollen. Der Nachteil von Silberleinwänden ist, dass die Bildausleuchtung für die am Rand sitzenden Zuschauer schneller nachlässt. So eignet sich eine Silberleinwand eher für schmale Kinosäle.

Im Berolina Filmtheater war eine Silberleinwand verbaut, vermutlich da dort früher 3D-Filme gezeigt wurden.